Sexualtherapie in Innsbruck

Befriedigende Sexualität entsteht nicht von selbst

Viele Menschen gehen davon aus, dass Sexualität „einfach funktionieren“ sollte. Wenn das nicht der Fall ist, entsteht schnell das Gefühl, mit sich selbst stimme etwas nicht. Gedanken wie „Sexualität ist doch etwas Natürliches – warum erlebe ich sie nicht so?“ können Druck erzeugen und dazu führen, dass Lustlosigkeit, Unsicherheit oder Rückzug noch stärker werden. Dabei ist ein erfülltes Sexualleben nichts Selbstverständliches und auch nichts, das einfach „gegeben“ ist.

Es entwickelt sich im Laufe der Zeit – im Kontakt mit sich selbst, mit den eigenen Erfahrungen, Prägungen, Bedürfnissen und dem eigenen Körper. Ein stimmiger Zugang zu Sexualität entsteht oft erst dann, wenn wir beginnen zu verstehen:

  • was wir möchten
  • was sich für uns gut anfühlt
  • und wo unsere Grenzen liegen

Eine Sexualtherapie hilft Paaren, sexuelle Probleme (Lustlosigkeit, Schmerzen beim Sex, Erektionsprobleme oder vorzeitige Ejakulation) zu erkennen und zu lösen. Dabei umfasst die Sexualtherapie eine Vielzahl von Übungen und Anleitungen, die auf die individuellen Bedürfnisse und Probleme des Paares zugeschnitten sind und wieder lustvolle Begegnungen in der Liebesbeziehung ermöglichen.

Echte Intimität entsteht im Kontakt mit sich selbst

Sexualität ist mehr als körperliche Begegnung. Sie berührt oft sehr persönliche Bereiche – unsere Wünsche, unsere Unsicherheiten, unsere Scham, aber auch unsere Sehnsucht nach Nähe und Verbindung.

In diesem Sinne ist Begegnung mit anderen immer auch eine Begegnung mit sich selbst.

Sexualtherapie als Prozess

Sexualtherapie verstehe ich nicht als „schnelle Lösung“, sondern als einen Prozess. Es geht darum, die eigene Sexualität besser zu verstehen, neue Erfahrungen zu ermöglichen und verborgene Ressourcen wieder zugänglich zu machen. Im geschützten Rahmen der Therapie können diese wieder Raum bekommen und sich weiterentwickeln.

Wann ist eine Sexualtherapie sinnvoll?

Viele Menschen zögern lange, bevor sie sich mit diesem Thema Unterstützung holen.

Häufige Anliegen sind:

  • Lustlosigkeit oder unterschiedliche Bedürfnisse
  • Schmerzen beim Sex
  • Erektionsprobleme oder vorzeitige Ejakulation
  • Unsicherheit oder Scham im sexuellen Erleben
  • Sexualität hat in der Beziehung an Bedeutung verloren
  • der Wunsch nach mehr Nähe und Lebendigkeit

Oft zeigt sich: Das Thema Sexualität steht nicht isoliert für sich, sondern ist eng mit emotionaler Verbindung und Beziehungserfahrungen verknüpft.

Sexualität und Beziehung- ein gemeinsamer Raum

In vielen Fällen wird im Laufe der gemeinsamen Arbeit deutlich, dass sich Beziehung und Sexualität gegenseitig beeinflussen. Rückzug in der Beziehung kann sich im Sexualleben zeigen ungelöste Konflikte wirken sich auf Nähe und Intimität aus und fehlende Sicherheit erschwert lustvolles Erleben.

Deshalb ist es mir wichtig, Sexualtherapie nicht isoliert zu betrachten, sondern – wenn sinnvoll – in den Kontext der Paartherapie einzubetten.

Mein Ansatz in der Sexualtherapie

Meine sexualtherapeutische Arbeit basiert auf einem psychodramatischen Ansatz und wird durch Elemente der Katathym-Imaginativen Psychotherapie (KIP) ergänzt.

Sexualität wird dabei nicht nur als „Funktion“, sondern als vielschichtiger Teil der Persönlichkeit verstanden – geprägt durch persönliche Erfahrungen, Beziehungserlebnisse, körperliche Wahrnehmung und individuelle Wertvorstellungen.

In der gemeinsamen Arbeit können wir unter anderem betrachten, wie sich Ihre sexuelle Entwicklung im Laufe Ihrer Lebensgeschichte entfaltet hat und welche Erfahrungen Sie in Ihrer aktuellen Beziehung prägen.

  • welche Rolle Nähe, Distanz und Bindung in Ihrem Erleben spielen
  • wie ihr Körperempfinden, mögliche Blockaden oder Unsicherheiten wirken
  • welche Vorstellungen, Werte und inneren Bilder ihre Sexualität beeinflussen

Ziel ist es nicht, „richtiges Funktionieren“ herzustellen, sondern Ihren individuellen Zugang zu Sexualität zu erweitern und zu vertiefen. Dabei können neue Erfahrungen entstehen – im Denken, Fühlen und Erleben.

Ein integrativer Zugang

Je nach Anliegen beziehe ich unterschiedliche Ebenen in die Arbeit mit ein

Bei Bedarf können auch körperorientierte Übungen, imaginative Methoden, Brainspotting oder stabilisierende Techniken Teil der Therapie sein. Ebenso ist es mir wichtig, vorhandene Ressourcen zu stärken und Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen – nicht nur auf Schwierigkeiten zu schauen.

Nähere Informationen finden Sie unter: https://liebesexundtherapie.at/

Frequenz und Dauer der Sitzungen

Eine Einheit Sexualtherapie dauert 50 min. Termine werden in einem regelmäßigen, 2-4 wöchigem Rhythmus vereinbart. Die Gespräche können wahlweise online oder in meiner Praxis in Innsbruck stattfinden.

Sollten Sie einen Termin nicht wahrnehmen können, sagen Sie diesen bitte mindestens  24 Stunden vorher ab. Andernfalls muss ich das vereinbarte Honorar verrechnen.